Forstmaschinenprofi - Eindrücke von der Unimog-Tour 2017

Mercedes-Benz Unimog zeigt in einer fulminanten Roadshow - der zweiten nach 2014 - wie man den Alleskönner auf vier Rädern für vielseitige Aufgaben das ganze Jahr über wirtschaftlich nutzt. Gastgeber der zehn jeweils eintägigen Veranstaltungen von April bis Juni 2017 sind Unimog-Generalvertretungen und autorisierte Händler.

Die Tour beginnt am 26. April mit Unterstützung der Unimog Generalvertretung Knoblauch auf dem Messegelände Villingen-Schwenningen.

Etwa 500 Fachbesucher sind gekommen und verfolgen zunächst drei Fachvorträge in der Messehalle, während es draußen vor der Tür ein Schneegestöber gibt. Richtig interessant wird es danach, als auf dem Freiluft-Parcours mit 30 Fahrzeugen aus der aktuellen Unimog-Palette die Wandelbarkeit des Unimog selbst und die schier unüberschaubare Vielfalt an An- und Aufbaugeräten zu sehen ist.

Abwechslungsreich und mit Humor führen die beiden Moderatoren durch das Programm. Kraftvoll, beweglich und dabei angenehm leise drehen die Fahrzeuge ihre Runden, überwinden Hindernisse, demonstrieren ihr Anbaugeräte und zeigen sich dabei dem Publikum von allen Seiten. Besonders beeindruckend ist die Wendigkeit des Unimog, die bei kurzem Radstand und mit Allradlenkung einen Wendekreisdurchmesser von knapp 13 m erreicht. Das ist ein Wert, den man selbst bei größeren PKW findet.

Unter dem Motto "Das Potenzial des Unimog im Ganzjahreseinsatz" werden in der Show alle verfügbaren Verkaufsargumente eingesetzt. Das "Schweizer Messer unter den Fahrzeugen" verkauft sich schließlich nicht von selbst und in früheren Jahren gab es auch nicht so viel Wettbewerb wie heute.

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Universell im Forst

Nun zu den gezeigten Exponaten, die einem Bezug zur Forstbranche haben:

Der Unimog Partner Schlang & Reichart (S&R) beispielsweise hat einen U 423 mit Ladekran und Krananhänger ausgestattet. Der Unimog selbst hat eine Frontseilwinde. Mit diesem Zug können die verschiedenen Arbeitsorte mit Geräten wie Dreipunktseilwinde, Spalter, Häcksler, Fällraupe und vielem mehr versorgt werden. Zusätzlich dient der Unimog vor Ort als mechanischer oder hydraulischer Antrieb für diese Geräte. Dabei ist der bis 80 km/h zugelassene Tandemanhänger wie seine Zugmaschine nach dem Baukastenprinzip für den universellen Einsatz und ganz gezielt für den Betrieb mit dem Unimog konstruiert. Dreiseitenkipper, Rungen- oder andere Aufbauten, verschiedene Krane und Abstützungen erschließen fast jedes Einsatzgebiet. Besonders bemerkenswert ist die hydraulische Deichsellenkung, die den Anhänger in der Spur des Unimog rollen lässt. So sind auch enge Wege für das Gespann leicht befahrbar.

Die gezeigte fest eingebaute Frontseilwinde mit hydraulischem Antrieb ist auch nur eine bestimmte Ausführung aus dem gesamten Windenprogramm an Zug- und Bergeseilwinden von S&R. Das umfasst Rahmeneinbau- und Anbauwinden für vorne, hinten oder auf und unter der Pritsche. Auch für die kommunale Anbauplatte gibt es passende Modelle. Die Zugkräfte reichen von fünf bis zwölf Tonnen.

Der Aufbau von Fassi Ladekranen exklusiv auf Unimog erfolgt bei Schlang & Reichart auf einem speziell entwickelten Kranrahmen. Dieser ermöglicht, dass sich die ohne hin hohe Ladefläche auch mit Kranaufbau nicht noch weiter erhöht. Für hohe Mobilität sorgt hier, dass der Ladekran eingeklappt nicht über die Fahrzeugkontur hinausragt und die vier stabilen Stützen für kurze Fahrt eingeschwenkt werden können.

 

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Welcher Unimog-Typ mit welcher Ausstattung für den Unternehmer im Forst geeignet ist und wie wirtschaftlich der damit arbeiten kann, hängt von vielen Faktoren ab. Aber es gibt ja genügend Wahlmöglichkeiten beim Typ, der Ausstattung und den Anbaugeräten.

 

Christoph Lindemann

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